Projekt „Hautlabor" in Zürich

Wie kommt es, dass man in Deutschland so wenig hört von den Architekten unter 40? Sie sind gut ausgebildet. Sie haben inspirierende Ideen. Sie haben Gebäude mit grossen Qualitäten realisiert. Doch sie werden - anders als ihre jungen Berufskollegen in den Niederlanden, der Schweiz oder in Vorarlberg - nicht als Avantgarde gefeiert. Dabei kann sich sehen lassen, was diese Generation bereits geleistet und zu bieten hat.

Mit einem Streifzug durch die verschiedenen Bundesländer widmen sich die Eternit AG und die Architekturfachzeitschrift AIT seit 1996 diesem Thema, um jungen, talentierten Architekten in Deutschland eine Plattform zu schaffen. Alljährlich werden bundeslandweise 15 Architektinnen und Architekten unter 40 zu einem Workshop eingeladen, um sich mit einem Thema zu befassen, das im Brennpunkt der aktuellen Architekturdiskussion steht.

Der Workshop stand unter dem Motto 'Hautlabor'. Untersucht werden sollte das Phänomen der Schnittstelle zwischen innen und außen, die Leistungsfähigkeit der Gebäudehülle, das Anforderungsprofil an Dach und Fassade in ästhetischer, technischer und kommunikativer Hinsicht. Frei von den Zwängen der Praxis sollten in dem Workshop Grenzen erforscht und ausgereizt werden. Es ging um eine stark konzeptionelle Auseinandersetzung mit Form, Oberfläche und Materialität. Das Besondere dabei war, dass von den Architekten nicht nur Gebäude und Gebäudehülle, sondern auch die Bestimmung des Raumes definiert wurde. Hautlabor: ist das ein physikalisches oder medizinisches Forschungsinstitut, eine experimentelle Galerie oder eine zweckfreie Raumskulptur? Der Schwerpunkt des Entwurfes lag in der Suche nach aktuellen Architektur-Positionen.

Ausgestellt wurden die Ergebnisse des Workshops, wie auch Präsentationen der einzelnen Büros in Hannover, Braunschweig und Berlin.



Dipl.-Ing. Bernd Mügge - Architekt BDA - Zum Rugenbarg 2 - 21714 Hammah - Telefon: 04144 - 23 58 25 - Telefax: 04144 - 23 58 26

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